Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie Sie einem Bestatter gegenübersitzen – eine Preisliste vor sich, die Familie wartet – und denken:
„Ich habe keine Ahnung, was hier vorgeschrieben ist und was mir nur verkauft wird. Und es fühlt sich falsch an, überhaupt danach zu fragen.“
Also wollten Sie vorsorgen. Sie haben „Bestattungskosten“ gesucht und sind auf einem Dutzend Seiten gelandet, die alle Ihre E-Mail-Adresse haben wollten – oder Ihnen eine Zahl gezeigt haben, bei der Ihnen flau wurde.
Sie haben herumgefragt. Ihr Schwager wusste noch, wie es 2003 bei seiner Mutter in Sachsen lief. Die Nachbarin war sich ganz sicher, dass man heute „sowieso alles anonym“ macht. Und ein freundlicher Herr von der Versicherung hat Ihnen einen Prospekt für eine Sterbegeldversicherung dagelassen: „Damit ist alles geregelt.“
Jeder hatte einen Preis, ein Angebot oder eine Meinung. Keiner hatte die Reihenfolge: was Sie zuerst aufschreiben, was Sie am Telefon erfragen, was Sie ablehnen dürfen und wer was überhaupt entscheiden darf.
Also bleibt der Ordner leer. Das Gespräch mit den Kindern bleibt „irgendwann“. Und wenn morgen ein Elternteil stirbt, gehen Sie müde, traurig und mit dem Wunsch, bloß nichts falsch zu machen, ins Beratungszimmer. Ich habe oft genug gesehen, wie eine Familie zum Eichensarg greift, weil der schlichte Kiefernsarg daneben plötzlich „irgendwie lieblos“ aussah.
Und so haben Sie insgeheim beschlossen: „In so einem Moment über Geld zu reden, wäre pietätlos. Ich verlasse mich einfach auf den Bestatter.“
Was dieses Vertrauen kosten kann
Eine Bestattung mit Grab und Grabstein – im Durchschnitt7.000 – 8.000 €Aeternitas e.V., ohne spätere Grabpflege; oft deutlich mehr
Der Sarg allein – vom schlichten Sarg bis zum Eichensarg aus der Ausstellung600 – 6.000 €Aeternitas e.V., Sarg für eine Erdbestattung, Stand 03/2025
Nur die Friedhofsgebühren für ein Sarg-Reihengrab – je nach Stadt887 – 4.294 €Aeternitas e.V., Friedhofsgebührenvergleich (Berlin bis Moers)
Dieser Ratgeber, als E-Book (PDF und EPUB)19 €